Monday, August 20, 2012

49. Der Übergang - Justin Cronin

Endzeitepos, Mischung aus The Stand und True Blood: Militär will mit Supervirus Super Fighter züchten. Experiment missglückt, die 12 Versuchspersonen führen fortan ein Dasein als Super Vampire und entvölkern die Welt. Nur Amy, ebenfalls Teilnehmerin des Experiments, kann sie aufhalten. Ihr zur Seite steht ein A-Team aus Überlebenden...

Sehr biblisch alles natürlich, Amy oder Peter teilen sich die Jesus-Rolle.

Packend, dicht, elementar.

Monday, August 13, 2012

48. Gerbrand Bakker - Der Umweg


Aus der Zusammenfassung bei Suhrkamp:

An klaren Tagen kann man in der Ferne das Meer sehen, und auf den verwunschenen Wegen rings um das alte walisische Farmhaus ist lange niemand mehr gewandert. Es ist ein schöner Flecken Erde, den Agnes sich als Versteck ausgesucht hat. Die Gedanken an das, was sie von Amsterdam vertrieben hat – ihr ahnungsloser Mann, der junge Student, vor allem aber die verstörende Angst vor dem Kommenden –, lassen sich so leichter im Zaum halten. Nur manchmal wird ihr alles zuviel: daß der Fuchs sich eine Gans nach der andern holt oder daß der grobe Nachbarsfarmer schon morgens um neun in Socken vor ihr sitzt.
Da nistet sich eines Tages der junge Bradwen bei ihr ein. Ähnlich wie Agnes gibt er kaum etwas über seine Vergangenheit preis. Und Agnes, die nicht mit dem Rauchen aufhört, weil sie sich dafür zu krank fühlt, stellt fest: Vorsicht und Zurückhaltung sind nur etwas für die Gesunden.
Ein sehr schönes Buch, das ganz auf Atmosphäre setzt. Was braucht es dazu? Landschaft, ein Gedicht und eine Krankheit zum Tode. 


Wednesday, August 01, 2012

47. Wohin denn mit mir - Sigrid Damm

Sehr schönes Italienbuch. Die Damm hat eine ganz eigene Stimme. Die Mischung aus literarischem Essay - Die Bachmann, Che Guevara und immer wieder Goethe -, Autobiografie und Reisebilder immer anregend.

46. Die Serapionsbrüder - Hörspiel

Hoffmann. Immer irgendwie ergreifend, auch wenn vieles an dem pousierlichem Märchengedöns nervt.

45. Das Lied von Eis und Feuer - Teil 3

Souverän gut.

Thursday, July 19, 2012

44. W G Seebald - Austerlitz

Das 90-Min-Hörspiel. Seltsame Idee.

43. Das Haus - Andreas Maier

Buch über das Haus der Kindheit. Interessante Idee, aber letztendlich nicht genug Substanz. Nur selten beginnt der Text zu schwingen.

Friday, July 13, 2012

42. Die Lügen des Vaters - John Burnside

Wie alles von Burnside extrem lesenswert: Authentische Geschichte über eine Vater-Sohn-Hassliebe. Alkoholismus, Drogen, Gewalt. Angst vor dem Tod und Lügen in ein anderes Leben. Erschütternd.

Monday, July 09, 2012

41. Sibylle Lewitscharoff - Blumenberg

Buch über den Philosophen Blumenberg, dem eines Tages ein Löwe erscheint, um ihm metaphysischen Trost zu spenden.

Monday, July 02, 2012

40. Alles umsonst - Walter Kempowski

Was für ein Erzähler, welche Fülle an Details, wie ausgewogen das alles.

Für einen Kempowski eine Bibliothek Grass.

Saturday, June 30, 2012

39. Was davor geschah - Martin Mosebach

Sehr schöner Roman über eine Handvoll Menschen, die ihre Geschicke nicht im Griff haben. Alles wie bei Doderer.

Saturday, June 23, 2012

38. Das Lied des Achilles - Madeline Miller

Historischer Queer-Roman. Achilles und Patroklos, das Liebespaar. Kennenlernen, glückliche Adoleszenz. Dann das bekannte Geschehen vor Troja, alles atemberaubend schön.

Monday, June 18, 2012

37. Tage der Toten - Don Winslow

Elegisches Werk über drei Jahrzehnte Drogenkrieg. Definitiv was für HBO. Hauptsächlich auf einer langen Zugfahrt nach Göttingen und zurück.

Sunday, June 10, 2012

36. Jennifer Egan - News from the Goon Squod

Sehr gutes Buch, Storyreigen über mehrere Jahrzehnte mit vielen Personen und formalen Experimenten. Erstaunlich.

35. T.C. Boyle - Wenn das Schlachten vorbei ist

Mal wieder ein Boyle. Wie immer sehr sozialkritisch. Diesmal Artenschutz etc. Mäßig interessant.

Tuesday, April 17, 2012

30. Michael Buselmeier - Wunsiedel

Ein kurzes Buch, das einem sehr lang vorkommt.
Schoppe, ein alternder Schriftsteller, stattet Wunsiedel einen Erinnerungsbesuch ab, wo er vor über 40 Jahren als Jungschauspieler für die Festspiele engagiert war. Erinnerungen an Theater, damalige Freundin, Mutter, Jean Paul etc.
Eigentlich hat Buselmeier nicht viel zu all diesen Themen zu sagen. Mit Mühe wurde da ein Text so aufgeblasen, dass man gerade noch so das Etikett Roman draufkleben konnte.
Manchmal versucht sich der Autor in Bernhardscher Suada, was hier aber, weil so ohne Ironie, eher ein übles Licht auf den Helden wirft.
Ein unsympathische Typ, dieser Schoppe, es wundert einen nicht, dass ihn keiner leiden kann und von der Freundin verlassen wird.