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Tuesday, February 26, 2019

King, Stephen - Sleeping Beauties

Langer, solider King. Wie immer ist das Abarbeiten des zuvor aufgehäuften Plot-Bergs etwas mühsam. Aber die Studie des Kleinstadtlebens wieder beachtenswert. Da wird immer liebevoll eine Welt aufgebaut, die dann zerstört werden muss, so will es das Spiel. Wie früher, wenn man lange die Spielzeugarmee in Stellung brachte - bis zum Krawumms.

Sunday, October 08, 2017

Sunday, January 22, 2017

Stephen King - Mind Control

Letzter Roman der Hodges-Reihe. Streckenweise doch ziemlich ermüdend. Das Motiv der Gedankenkontrolle nicht wirklich glaubhaft. Außerdem versorgt der Meister seine Leser mit viel zu viel Täterwissen. Kommt einem vor, als läse man alles mehrfach.

Wednesday, March 23, 2016

Stephen King - The Stand

Nach 30 Jahren wiedergelesen. Großartig geplottet, Dutzende unvergessliche Figuren (Tom, Nick, Trashcan Man, Lerry, Glen, Fran...). Kings epischer Atem, gewaltig.

Friday, September 25, 2015

Stephen King - Mr. Mercedes

Solider Page Turner. Wie immer bei King, eine Gruppe von Freunden besiegt das Böse und feiert dann eine bescheidene Sieges- und Abschiedsfeier. Dass der Meister in die Jahre kommt, sieht man daran, dass es dabei Nikotinkaugummis und kalorienarme Cola gibt. Der Spannung schadet es nicht.

Friday, March 27, 2015

Stephen King - Revival

Immer besser wird er, der Meister. Besser, weil knapper, fokussierter und dabei diesmal sehr Dickens-haft. Monster nur noch wie durch ein entferntes Fenster, dafür unheimlicher.

Monday, February 09, 2015

Stephen King - Joyland

Liebeskranker Student heuert in Vergnügungspark an, findet Freunde, rettet Menschen, klärt mit Hilfe eines telepathischen Jungen ein altes Verbrechen auf. Ganz hervorragender Roman des Meisters. Die Horroreffekte sind minimal, King schreibt hier einfach eine seiner tollen Coming-of-Age-Geschichten, wie sie nur er kann.

Sunday, December 29, 2013

Stephen King - Doctor Sleep

Dan Torrance ist erwachsen, das Shining ist stark in ihm, er hilft Todkranken beim Sterben, wird dank der AA trocken, lernt Ebra kennen, in der das Shining noch stärker ist und auf die es die Rentner-Zombies vom "Wahren Knoten" abgesehen haben. Skuriler umständlicher Endkampf, wie er für King typisch ist. Ansonsten wieder interessante Figuren, seine große Stärke. Und wie immer lässt der Meister sich Zeit, ehe es los geht, aber das ist in Ordnung, schließlich liest man ihn nicht wegen der Monster. Außerdem: Im Vergleich zu den Ziegelsteinen Attentat und Dome ist Doctor Sleep geradezu schlank. Lesung von David Nathan auch sehr gut - und ohne die dilettantischen Schnittpausen wie beim Todesmarsch.

Wednesday, November 27, 2013

Stephen King - Todesmarsch

Eines seiner besten: Düstere Zukunftsvision, Amerika unter einer Militärdiktatur, 100 Jungen machen sich auf den jährlichen "langen Lauf". Einzige Regel: Wer stehen bleibt wird erschossen. Ganz groß ist King immer dann, wenn er jugendliche Protagonisten wählt und deren Freundschaften beschreibt. Das große Thema dieses Buches ist das Sterben und er hat es brillant und furchteinflößend durchexerziert.
(Passenderweise als Hörbuch beim Laufen gelesen).


Thursday, March 08, 2012

21. Das Attentat - Stephen King

Der nächste Tausendseiter des Meisters. Ähnlich erfreulich wie die Arena. Jetzt lässt er die langweiligen Monster und Geister beiseite und widmet sich den großen Themen, die ja an sich schon genug Horror bergen.

Eigenartiges Phänomen festgestellt: Seine Sprache hinkt der Handlung eigenartigerweise häufig etwas hinterher. Eigentümlich schwerfällig bewegen sich die Figuren durch die Kulissen. Vielleicht weil doch zu viel erzählt wird.

Egal, es ist immer wieder gut. Und wird besser. Mal schauen, was als nächstes kommt.

Wednesday, October 05, 2011

Christine - Stephen King

Gehe sie alle wieder durch, die King-Leseerlebnisse. Diesmal als Audible-Hörbuch.

Erinnere mich noch an die zwei, drei Tage, an denen ich das Buch vor 25 Jahren gefressen habe. Kein anderes Buch hat meinem Alter, dem Sound meines Alters so entsprochen, wie Christine.

Und es hat kaum etwas von seiner Frische eingebüßt. Sicherlich eines der besten Bücher Kings. Nirgends ist er besser, als im Erzählen von Freundschaften der Jugend.

Die Geschichte ist eine klassischer Teufelspaktplott: Junge verkauft seine Seele für eine Auto, das ihm Schönheit, Ansehen, Freiheit, Liebe bringt. Doch wie immer wendet sich der Pakt gegen den Nutznieser.

Als nächstes Stark.

Friday, March 25, 2011

Wer hat Angst vor Stephen King - Uwe Anton

Ziemlich mauer Stephen King-Werksführer. Wollte damit meine Lücke zu Kings mittleren Jahren füllen. Festgestellt: scheinbar nicht viel verpasst.

Aber für wen ist das Buch eigentlich? Fans hat es nichts Neues zu berichten. Die anderen werden sich über die ganzen Spoiler ärgern.

Friday, March 04, 2011

Die Arena - Stephen King

Die Arena - The Dome - ist das beste Stephen King-Buch, das ich seit Langem gelesen habe. Duma Key und Sunset waren ernüchternd. Lisey' Story war in Ordnung. Aber The Dome knüpft definitiv an die großen Epen It und The Stand an. Plastische Charaktäre und eine Geschichte, so dicht und zwingend wie eine griechische Tragödie. Das ist aller bester King.

In einigen Rezensionen wurde das politisch Lehrstückhafte des Romans moniert. Ich finde da gar nichts zu monieren. Hier ist einer der seltenen Fälle, wo das Politische und das Epische fast völlig deckungsgleich sind. Ich kenne keinen Roman, der den Zustand der Welt und die Ängste, die sie einem einjagt, so umfassend und schnörkellos in eine Geschichte gegossen hat. Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Bürgerengagement, Spielarten der Macht, alles kommt vor. Allein, wie das Thema Nachhaltigkeit durchgespielt wird, ohne, dass der Begriff ein einziges Mal fällt, ist bewunderungswürdig. Und das ohne Vorsatz. Einfach, weil es eine verdammt gute Geschichte ist.

Bei Audible.de gibt es die Hörbuchlesung von David Nathan. Die Fassung ist unbedingt empfehlenswert, einer der besten Leser derzeit überhaupt. Er schafft es, jeder der zahllosen Figuren eine eigene Stimme zu geben, ohne dass sich das Sprecherego unangenehm der eigenen Vorstellung aufdrängt. Und er liest mit sehr viel Gefühl für Stimmung und Tempo.

Die Arena zeigt: Stephen King läuft wieder zur Hochform auf. Man darf gespannt sein, auf seinen angekündigten Kennedy-Roman.

Monday, November 30, 2009

Stephen King - Sunset

Dass ich ein großer Fan war und bin, habe ich schon mehrmals gesagt. Aber.
Es scheint da so einen Knick in seinem Werk zu geben. Ab diesem Knick erinnern mich die Bücher an die Metallica-Scheiben nach Hatfields Entziehungskur.
Es fehlt das Fließende. Da ist vieles so gewollt, bemüht, unwahrscheinlich.
Es klingt böse, aber früher waren King-Bücher richtig gute Cocktails. Heute sind sie wie alkoholfreies Bier oder koffeinfreier Kaffee.
Das soll nicht heißen, dass ich glaube, es liegt daran, dass King keine Drogen oder Alkohol mehr zu sich nimmt, bewahre! Ich glaube, der Knick kam schon früher. Ich glaube, etwa um die Stark-Zeit. Fest steht, es fehlt der Schwung.
Viele Autoren entwickeln in ihrem späteren Werk so etwas gelassen, altweises, humorvoll, langweiliges. Oft sind das ihre besten Bücher.
Bei King sieht es fast so aus, als stünde ihm dieses Register noch nicht zur Verfügung. Vielleicht, weil das Horror-Genre etwas Jugendlich-Pubertäres an sich hat.
Sunset also.
Die erste Geschichte von dem Pfefferkuchen-Mädchen zählt zu den schlechtesten Geschichten, die ich je gelesen habe, sorry. Die Heldin, Joggerin, die sich nach dem Tod ihres Kindes auf eine einsame Insel verkriecht und dort in die Fänge eines Psychos gerät, ist so dermaßen dämlich, dass man während der gesamten Lektüre nur den Kopf schüttelt. (Nachdem es ihr gelungen ist, den Schurken notdürftig einzusperren, macht sie sich seelenruhig auf Hausbesichtigung, bis der andere wieder frei ist und mehr so Zeug.)
Habe den Rest dann so hingenommen. Ich weiß wirklich nicht, ob ich die Arena noch mitnehmen werde.
Wahrscheinlich.

Tuesday, August 18, 2009

Drei - Stephen King

Liege wohl schon etwas über meiner jährliche Stephen King-Dosis. Mit der Turm-Saga werde ich nicht recht warm. Mühsam. Im Anbetracht der Tatsache, dass die nächsten Turmbücher noch um einiges dicker sind, werde ich da wohl kaum bis nach ganz oben steigen.

(Was mich an King mit zunehmenden Alter stört, ist seine Vorliebe für eruptive Körperausscheidungen von Menschen unter Stress.)

Also, der Turm wird es nicht. Blaze hingegen war ziemlich gut. Wenn der Dome steht, werd ich mir den mal anschauen.

Tuesday, July 21, 2009

Qual (Blaze) - Stephen-Richard Bachmann-King

Das alljährliche S.K.-Fieber. Diesmal noch besser kuriert als letztes Jahr. Eines aus der goldenen Zeit. Man merkt es. Ein ganz geradliniges Buch im Stil von Steinbecks Von Mäusen und Menschen.

Der Charakter des helden ist ein Wagnis, man nimmt ihn die Dummheit gerade so ab. Die einflüsternde Stimme als Behelf in Ordnung, aber nicht ganz überzeugend. Blaze müsste eigentlich schizophren sein. Dafür ist er aber zu klar. Wunderbar wie immer beim frühen King die Schilderung von Jugend und Kindheit.

Zum Würgen: Die Manie des Verlags, alle S.K.-Titel gnadenlos zu verstümmeln. Warum hier nicht Blaze? Ist auch nur ein Wort. Qual, so der deutsche Titel, ist weniger als nichts. Totaler Mumpitz.

Monday, October 13, 2008

duma key

doch manchmal sehr gelangweilt. viel, viel zu lang.