Ein Blog über das Stöbern im Grenzland zwischen U und E. Ausflüge ins Landesinnere inklusive.
Saturday, June 30, 2012
39. Was davor geschah - Martin Mosebach
Sehr schöner Roman über eine Handvoll Menschen, die ihre Geschicke nicht im Griff haben. Alles wie bei Doderer.
Saturday, June 23, 2012
38. Das Lied des Achilles - Madeline Miller
Historischer Queer-Roman. Achilles und Patroklos, das Liebespaar. Kennenlernen, glückliche Adoleszenz. Dann das bekannte Geschehen vor Troja, alles atemberaubend schön.
Monday, June 18, 2012
37. Tage der Toten - Don Winslow
Elegisches Werk über drei Jahrzehnte Drogenkrieg. Definitiv was für HBO. Hauptsächlich auf einer langen Zugfahrt nach Göttingen und zurück.
Sunday, June 10, 2012
36. Jennifer Egan - News from the Goon Squod
Sehr gutes Buch, Storyreigen über mehrere Jahrzehnte mit vielen Personen und formalen Experimenten. Erstaunlich.
35. T.C. Boyle - Wenn das Schlachten vorbei ist
Mal wieder ein Boyle. Wie immer sehr sozialkritisch. Diesmal Artenschutz etc. Mäßig interessant.
Tuesday, May 29, 2012
34. Ein Lied von Eis und Feuer 2 - George Martin
Weiterhin hervorragend
32. Ein Lied von Eis und Feuer 1 - George Martin
Hervorragender Ritterroman.
Wednesday, May 16, 2012
31. Die Reisen des Herrn Baldassare - Amin Maalouf
Sehr schönes Buch. Karl May XXL.
Tuesday, April 17, 2012
30. Michael Buselmeier - Wunsiedel
Ein kurzes Buch, das einem sehr lang vorkommt.
Schoppe, ein alternder Schriftsteller, stattet Wunsiedel einen Erinnerungsbesuch ab, wo er vor über 40 Jahren als Jungschauspieler für die Festspiele engagiert war. Erinnerungen an Theater, damalige Freundin, Mutter, Jean Paul etc.
Eigentlich hat Buselmeier nicht viel zu all diesen Themen zu sagen. Mit Mühe wurde da ein Text so aufgeblasen, dass man gerade noch so das Etikett Roman draufkleben konnte.
Manchmal versucht sich der Autor in Bernhardscher Suada, was hier aber, weil so ohne Ironie, eher ein übles Licht auf den Helden wirft.
Ein unsympathische Typ, dieser Schoppe, es wundert einen nicht, dass ihn keiner leiden kann und von der Freundin verlassen wird.
Monday, April 16, 2012
29. Fred Vargas - Die Nacht des Zorns
Fred Vargas eben. Solide, klare, bekömmliche Krimikunst mit lauter Figuren, die natürlich viel zu gut, böse oder originell sind, um sie in der wirklichen Welt anzutreffen.
Nur leider wieder der alte Krimimechanismus, nachdem der Täter wider mal so überraschend ist, dass er überhaupt nicht überraschend ist, weil er von Anfang an der beste Überraschungskandidat ist. Aber gerade bei Vargas ist das egal. Weil einem eh fast egal ist, wer der Täter ist.
Friday, April 13, 2012
28. Madame Hemingway - Paula McLain
Sehr schöner Biografieroman über die Pariser Hemingways, über die man ja eigentlich alles zu wissen glaubt. Aber man hängt trotzdem oder vielleicht gerade deswegen an den Lippen der Erzählerin. Eindrucksvolles Frauenportrait in der tollsten Zeit ever.
Tuesday, April 03, 2012
27. Geister - John Banville
Rätselhaftes Buch mit Schönheiten. Gleicht einer Versuchsanordnung. Die poetische Belebung eines Gemäldes, das nicht existiert, allenfalls existieren könnte. Verwoben mit dem Fragment des Lebenslaufs eines Mörders.
Aber doch wenig Lust, dem Enigmatischen genauer nachzuspüren.
Aber doch wenig Lust, dem Enigmatischen genauer nachzuspüren.
Monday, April 02, 2012
Saturday, March 24, 2012
26. Mittelreich - Josef Bierbichler
Roman im Stile einer Heimatchronik. Drei Generationen Seewirtschaft am Ammersee. Viele Seppels und Franzls und Maries.
Kräftig, aber doch mit einigen Schwächen: Anachronismen, Umständlichkeiten, Bemühtheiten.
Eigentümlich quälende Lektüre.
Friday, March 16, 2012
25. Judith Schalansky - Der Hals der Giraffe
Sehr gute Geschichte über eine Biologie-Lehrerin und Geschichtsdarwinistin an einem eingehenden Gymnasium irgendwo im tiefen Osten der Republik.
Eigentümlich anrührend zu erleben, wie die Heldin mit ihren Anschauungen (Recht des Stärkeren, nur die Starken überleben) scheitert, ohne so recht zu begreifen, warum. Judith Schalansky hat sich dafür die Sprache der Naturwissenschaft ganz für den inneren Monolog nutzbar gemacht. Gelungen das, weil auch sehr rhythmisch und an Koeppen erinnernd.
Nur halb gelungen ist die Zeichnung der Lehrerkollegen - der unverbesserliche Leninist, der phrasendreschende neue Direktor aus dem Westen, die verweichlichte Kollegin, die sich mit den Schülern duzt. Zwar plastisch, aber manchmal durch das Überzogene die dichte Fiktion störend. So zum Beispiel die Rede des Direktors oder das Ausweinen der Kollegin an der Schulter der harten Heldin.
Sehr gekonnt der Schluss, das plötzliche Infragestellen des gesamten Weltbildes. Wie eine brechende Fensterscheibe.
Monday, March 12, 2012
24. Christian Kracht - Imperium
Stilistisches Bravourstück, das mich aber kalt gelassen hat.
23. David Vann - Im Schatten des Vaters
Ziemlich düstere, teils überraschende Selbstmordgeschichte.
Existentialistisch ausweglos wie Die Straße oder Die Wand.
Existentialistisch ausweglos wie Die Straße oder Die Wand.
Thursday, March 08, 2012
22. Gegen die Welt - Ian Brandt
Sehr dickes Buch, Coming of Age in der norddeutschen Provinz in den 80ern.
Streckenweise doch recht lang.
Avantgardistischer Einbezug des Druckbilds in die Darstellung. Halbherzig.
Erwartungen nicht ganz erfüllt.
21. Das Attentat - Stephen King
Der nächste Tausendseiter des Meisters. Ähnlich erfreulich wie die Arena. Jetzt lässt er die langweiligen Monster und Geister beiseite und widmet sich den großen Themen, die ja an sich schon genug Horror bergen.
Eigenartiges Phänomen festgestellt: Seine Sprache hinkt der Handlung eigenartigerweise häufig etwas hinterher. Eigentümlich schwerfällig bewegen sich die Figuren durch die Kulissen. Vielleicht weil doch zu viel erzählt wird.
Egal, es ist immer wieder gut. Und wird besser. Mal schauen, was als nächstes kommt.
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