Ein Blog über das Stöbern im Grenzland zwischen U und E. Ausflüge ins Landesinnere inklusive.
Thursday, July 31, 2008
Ulysses
Immer mal wieder hervor ziehen. Wie eine Handwerksanleitung, wo alle möglichen Themen vorkommen.
Faulkner
Versunken im Faulkner-Land:
- Rose für Emily, teilweise amtemberaubende Geschichten, Haare zum Beispiel
- Leben des William Faulkner - ohne Worte, Leib & Leben-Literatur
Ein eigenen literarischen Bezirk kartographieren, wie er's mit seinem Yoknapatawpha County, schwebt mir mit Bork vor.
Schreibpensum: Den Schluss von Sartoris hat er quasi an einem Tag runtergefetzt, 10.000 Wörter, das ist wohl maximale Spitze, will das auch mal versuchen. HAt man auf einen Schlag schon ein Fünftel bis ein Zehntel eines Romans. Simenon muss ähnlich verfahren sein.
Eindruck großer Energie, die hiervon ausgeht. Bewahren.
- Rose für Emily, teilweise amtemberaubende Geschichten, Haare zum Beispiel
- Leben des William Faulkner - ohne Worte, Leib & Leben-Literatur
Ein eigenen literarischen Bezirk kartographieren, wie er's mit seinem Yoknapatawpha County, schwebt mir mit Bork vor.
Schreibpensum: Den Schluss von Sartoris hat er quasi an einem Tag runtergefetzt, 10.000 Wörter, das ist wohl maximale Spitze, will das auch mal versuchen. HAt man auf einen Schlag schon ein Fünftel bis ein Zehntel eines Romans. Simenon muss ähnlich verfahren sein.
Eindruck großer Energie, die hiervon ausgeht. Bewahren.
Thursday, July 10, 2008
Juli-Lektüren: Barnes, Ford, Chabon, Kafka
Arthur & George. sehr schön, sehr episch, wie sich die beiden Leben da entrollen.
Lay of the Land: Schon beim ersten Satz epische Wucht.
Kavalier & Clay: GAnz großer, reicher Erzähler. Cinematoskop-Roman.
Das Schloss: Kafka JUbiläum. Von Mattes zelebriert.
Lay of the Land: Schon beim ersten Satz epische Wucht.
Kavalier & Clay: GAnz großer, reicher Erzähler. Cinematoskop-Roman.
Das Schloss: Kafka JUbiläum. Von Mattes zelebriert.
Tadellöser & Wolff
Am Anfang etwas verhalten, aber wenn man mal im Rythmus ist, dann kommt es recht gut. Mag die Kaleidoskoptechnik.
Monday, June 16, 2008
Auch noch gegenwärtig
- Faustus Hörspiel - höre das so nebenbei. Kenne ja schon alles auswendig. Wie früher Pumuckel oder ???
- Breloers Mann-Verfilmung. Immer mal wieder. Bei Kater.
- Die Gabe. Nabokov als stilistisches Korrektiv für alles: das Schreiben, die Welt.
- Ortheil: Wie Romane entstehen. Das beste Buch über den kreativen Schreibprozess, das ich bislang in den Fingern gehabt habe.
- Breloers Mann-Verfilmung. Immer mal wieder. Bei Kater.
- Die Gabe. Nabokov als stilistisches Korrektiv für alles: das Schreiben, die Welt.
- Ortheil: Wie Romane entstehen. Das beste Buch über den kreativen Schreibprozess, das ich bislang in den Fingern gehabt habe.
Kempowski
Zwei Sachen:
- Tadellöser
- Sirius (?)
Ganz angetan von der Machart - das ist Authentizität. Wie sich das aus lauter kleinen Stücken zusammensetzt, das macht großen Spaß. Ich bin immer wieder ganz überrascht, wie leicht man in dieses Buch abtaucht. Die Figuren mit einigen wenigen ganz klaren Linien voll präsent. Anfangs dachte ich, dass sich da gar keine Handlung einstellen will. Tut es aber, alles entwickelt sich, ist im Fluss, ganz unvermerkt.
Die Tagebücher: So was will man immer auf Vorrat haben. Seltsam, denn was da aus diesen BÜchern zu einem spricht ist, man kann es kaum anders sagen - Trost.
Und man will dabei gar nicht fragen wofür und für was.
- Tadellöser
- Sirius (?)
Ganz angetan von der Machart - das ist Authentizität. Wie sich das aus lauter kleinen Stücken zusammensetzt, das macht großen Spaß. Ich bin immer wieder ganz überrascht, wie leicht man in dieses Buch abtaucht. Die Figuren mit einigen wenigen ganz klaren Linien voll präsent. Anfangs dachte ich, dass sich da gar keine Handlung einstellen will. Tut es aber, alles entwickelt sich, ist im Fluss, ganz unvermerkt.
Die Tagebücher: So was will man immer auf Vorrat haben. Seltsam, denn was da aus diesen BÜchern zu einem spricht ist, man kann es kaum anders sagen - Trost.
Und man will dabei gar nicht fragen wofür und für was.
Faustinas Küsse
Hat streckenweise Spaß gemacht, vor allem Rom ist sehr präsent, man möchte sich am liebsten selbst in diese Straßen stürzen. Die Geschichte ist leicht und witzig und irgendwie auf angenehme Art unverbindlich.
Sobald ich eine Machart erlannt habe, verliert sich jedoch mein Interesse - ein wenig.
Blöd der Klappentext: Das sollte der Leser nun wirklich nicht wissen, dass sich Goethe die Freundin des Helden schnappt.
Ortheil ist jedenfalls vorgemerkt, wenn gleich ich wohl die historischen Sachen weniger lesen will.
Sobald ich eine Machart erlannt habe, verliert sich jedoch mein Interesse - ein wenig.
Blöd der Klappentext: Das sollte der Leser nun wirklich nicht wissen, dass sich Goethe die Freundin des Helden schnappt.
Ortheil ist jedenfalls vorgemerkt, wenn gleich ich wohl die historischen Sachen weniger lesen will.
Monday, June 02, 2008
hettche - Woraus wir gemacht sind
Ein Amerika-Buch mit sehr schönen Stellen. Allerdings im Vergleich zu Arbogast etwas künstlich. Warum der Held zum Beipsiel im Zentrum des Buches dermaßen versackt, ist schwer nachzuvollziehen. Dann stellt er sich auch mehrmals ziemlich tölpelhaft an, wenn es ans Verhandeln mit den Erpressern geht. Der ganze Thriller-Plot, naja. Immer diese umständlichen Erklärungen am Schluss. Kann da nicht einfach ein letzter Baustein gesetzt werden?
Dennoch: Reichtum an Orten, Stimmungen und einige Erkenntnissen. Liebe ist kein Gefühl.
Dennoch: Reichtum an Orten, Stimmungen und einige Erkenntnissen. Liebe ist kein Gefühl.
Thursday, May 29, 2008
Draesner, Zeh, Beef,
1 einige Highlights, wenige lowlights
2 macht spaß, eine gern gehörte stimme
3. satire halt
2 macht spaß, eine gern gehörte stimme
3. satire halt
Wednesday, May 21, 2008
Der Bibliothekar
Stellenweise grandios, dann wieder zieht man nicht recht mit. Glanzstück vielleicht die Szene, in der Kolbe seine Mutter in Tübingen besucht. Existentielle Einsamkeit.
Helle Tage
Wieder so ein scheinbar leichtes, dabei sehr unterhaltsames Buch. Cumminghams Kniff ist das Triptichon. Hier wird ein Thema mit einer bestimmten Firgurenkonstellation in drei verschiedenen Epochen variiert. Dabei geht es immer um die Liebe zwischen einem Jungen, der in irgendeiner Form missbildet ist, und einer Frau, die anfängt, nicht mehr ganz jung zu sein: Die erste Episode spielt während der Industrialisierung in New York, die zweite irgendwann nach 9/11 und dir dritte in einer Blade Runner-Welt. Die Namen und eine Porzellanschale wandern dabei durch alle drei Geschichten.
Toll und dabei ganz leicht und locker flockig.
Übrigens von Eva Mattes sehr schön gelesen, wie immer, möchte man sagen, weil sie sich ganz zurück nimmt und dabei die Geschichte mit ihren Bildern wie zerbrechliche Seifenblasen im Raum entstehen lässt.
Toll und dabei ganz leicht und locker flockig.
Übrigens von Eva Mattes sehr schön gelesen, wie immer, möchte man sagen, weil sie sich ganz zurück nimmt und dabei die Geschichte mit ihren Bildern wie zerbrechliche Seifenblasen im Raum entstehen lässt.
Tuesday, May 13, 2008
arbogast
großartig. einer der packendsten romane der letzten jahre. was herauskommt, wenn ein guter schriftstewller den richtigen stoff findet.
Wednesday, April 30, 2008
helle tage
cunningham. dreierschema wie houres. hier spannender, verspielter. gut.
sakrileg
besser als gedacht. haz spaß gemacht. sogar der film.
Friday, March 28, 2008
Lunar Park
Der erste Teil über seinen Absturz war ganz gut, dann wurde es immer mauer. Spannend und neu ist der radikale autobiografische Einstieg in eine Horrorgeschichte a la King. Der Horrorplott scheint aber ein wenig leer zu drehen. Man weiß nicht, welcher Dämon jetzt aus welchem Geist entstiegenist, welcher besiegt wurde und welcher nicht und auch auch die Geschichte mit dem Sohn endet nicht überzeugend.
Der Vorleser ist recht gut. Für ihn hätte das Buch noch eine Spur besser sein können.
Der Vorleser ist recht gut. Für ihn hätte das Buch noch eine Spur besser sein können.
Wednesday, March 12, 2008
Hamlet
Shakespeare-Lust mal wieder.
Ünerhaupt Lust auf Klassiker, was wohl bedeutet: auf der sicheren Seite sein. Alle Gegenwartsliteratur scheint mir beliebig bis langweilig.
Ünerhaupt Lust auf Klassiker, was wohl bedeutet: auf der sicheren Seite sein. Alle Gegenwartsliteratur scheint mir beliebig bis langweilig.
Böse Geister - Dostojewski
Dostojewski also mal wieder.
Es ist, wie bei diesen sonderbaren grauen Lebewesen, die einem geheimnisvollen Ruf folgen, sich von Zeit zu Zeit zu den Quellen ihrer Existenz zurückzubewegen. In Krisenzeiten. Bei Sinnsucherein. Hoffnungslosen Liebschaften, bilanzierenden Selbstabschaffungsplänen.
Ich erinnere mich, dass schon bei nder ersten Lektüre der Aufstieg arg flach war. Das liegt wohl daran, dass ich ja die Pointe der ersten 300 Seiten schon kenne (nämlich dass Nicolai mit einer geistig Zurückgebliebenen, Lahmen seine Spielchen treibt, oder wie man das auch immer nennen will.)
Auch das Schmunzeln über Stepan ist geblieben.
Ein Wort zur Neuübersetzung: Es ist alles viel klarer und prägnanter. Der Unterschied zwischen einer 50er Jahre Schmonzette und, na und was? Film noire passt ja bei der Geschwätzigkeit der Dostojewski-Romane schlecht.
Vielleicht fällt mir im laufe der Lektüre ja noch ein vergelich mit einem Filmgenre ein.
Es ist, wie bei diesen sonderbaren grauen Lebewesen, die einem geheimnisvollen Ruf folgen, sich von Zeit zu Zeit zu den Quellen ihrer Existenz zurückzubewegen. In Krisenzeiten. Bei Sinnsucherein. Hoffnungslosen Liebschaften, bilanzierenden Selbstabschaffungsplänen.
Ich erinnere mich, dass schon bei nder ersten Lektüre der Aufstieg arg flach war. Das liegt wohl daran, dass ich ja die Pointe der ersten 300 Seiten schon kenne (nämlich dass Nicolai mit einer geistig Zurückgebliebenen, Lahmen seine Spielchen treibt, oder wie man das auch immer nennen will.)
Auch das Schmunzeln über Stepan ist geblieben.
Ein Wort zur Neuübersetzung: Es ist alles viel klarer und prägnanter. Der Unterschied zwischen einer 50er Jahre Schmonzette und, na und was? Film noire passt ja bei der Geschwätzigkeit der Dostojewski-Romane schlecht.
Vielleicht fällt mir im laufe der Lektüre ja noch ein vergelich mit einem Filmgenre ein.
Saturday, February 09, 2008
hp7 rufus beck
Wirklich großartig. Als er sich auf den Weg zur Selbstaufopferung macht wieder geradezu anhaltende Gänsehaut. Eine der großen Geschichten.
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