Monday, December 31, 2007

Rudin

Turgeniew. So ein kleiner russischer Roman aus der Mitte des 19 Jht. geht dann quasi in einem Zug, während man sich bei vielem modernen Zeug zwingen muss und es dann oft ganz bleiben lässt.

Friday, December 28, 2007

Tannöd

gut, atmosphärisch dicht und präzise. die alte, immer wieder neu erzählte geschichte. hier ganz im archaischen verbleibend. es spielt in den 50er jahren, könnte aber auch ein jahrhundert früher so stattgefunden haben. und hat auch.

Monday, December 17, 2007

Jesus Video

Um ehrlich zu sein: ein ziemlich kindischer Schmarrn.

Sunday, December 09, 2007

Rebus - verschlüsselte Zeichen

Habe schon bessere Rebusse gelesen. TRotzdem ging es am Ende ganz gut runter. Manche Züge an ihm sind wirklich etwas unsympathisch. Diesmal gab es auch kein besonderes Highlight, keine Epiphanie, oder wie man das nennt, so eine Stelle eben, bei der vieles zusammenläuft und das ganze einen innere Groove entfaltet, wie iun manchem R. Scott-Film.

Friday, December 07, 2007

Pompeii

Recht spannend, ein Sandalenfilm als Buch mit viel Wissenswertem über die Römer, Aquädukte, Vulkane, Korruptionswirtschaft; antikes Spekulantentum. Erfreulich bei der Hörfassung:
1. Tarrach ist ein klasse Sprecher, schade dass es nur wenig von ihm gibt
2. Die zweifellos banale Liebesgeschichte wird recht abgekürzt. Ist eigentlich nur Instrument, um den Aquarius alles rund um den Vesuv erleben zu lassen.
3. Das Ende. Bestes Kunsthandwerk, fast schon Kunst.

Wednesday, November 28, 2007

Saturday

Sehr guter Roman. Von MacEuwen noch nie enttäuscht worden. Gekürzte Version, habe aber wenig vermisst. Kann man das sagen, wenn man die Langversion nicht kennt?

Wednesday, November 21, 2007

Sherlock Holmes

Einige Geschichten angehört (blauer Karfunkel, Ohren, Orangenkerne). Die Lesungen der Originale kommen dabei besser weg, als die Bearbeitungen. Die Bearbeitungen haben nichts literarisches mehr, sind oft reine Denkrätsel, wie ein Radiomitratekrimi. Bei den Lesungen kann es aber mal vorkommen, dass Homes und Watson in eine Kneipe gehen, eine Flasche Burgunder trinken und Holmes einen Vortrag über Paganini hält. Hat alles nichts mit der Handlung zu tun und ist deshalb geradezu herausragend schön. Ich glaube, hier ist man ganz nahe dran an dem, wo die Grenze zwischen echter Literatur und reinem Zeitvertreib verläuft.

Faustus Hörspiel

Nochmal den Faustus also dieses Jahr. Bin nahezu taub für den Text und muss es nun wirklich für eine Weile gut sein lassen.

Das Hörspiel gibt nur ein Schatten wieder. Es hört sich so an, wie eine Dokumentation, nachgeliefert der Biografie Leverkühns von Zeitblom. Die Stimmen sind gut. Zeitblom, Leverkühn, nach einiger Eingewöhnungszeit.

Weiß nicht, ob ich es nochmal hören werde.
Brauche Mann-Pause. Mindestens für zwei, drei Jahre.

Wednesday, November 14, 2007

austerlitz

sofort der typische sebald-ton. etwas ganz besonderes. ist mein neues jackentaschenbuch nach dem untergeher.

doderer

die dämonen. auf seite 174. gut.
rechne damit, dass es nächstes jahr wird.

bernhard

literarische spurensuche in wien. saß im bräunerhof, im havelka. strudelhofstiege.

las untergeher. man kennt die manier. so etwas ist schnell konsumiert.

Wednesday, October 31, 2007

Tintenherz

Ganz nett, aber bei weitem nicht HP-Format.

Erinnert ein bissl an Kai Mayer. Und diese gane Herein- und Herausleserei, das hinkt doch, oder?

Sunday, October 28, 2007

Buddenbrook


Zum ich weiß nicht wievieleten Mal also die Buddenbrooks. Vorgelesen von Westphal, der in der Tat der beste Vorleser ist, den ich bis jetzt gehört habe. Was ist eigentlich der Unterschied zum Selbstlesen? Vielleicht, dass einem der Leserhythmus vorgegeben wird. Dass macht es mit unter anstrengend. Ich brauche dazu immer eine begleitende, leichtmotorische Bewegung wie Laufen, Gehen, Radfahren. Nur zuhören finde ich schwierig, würde ich aber gerne trainieren.


Buddenbrooks also wieder. Eingeordnet in Thomas Manns Gesamtwerk: Das klarste, romanhafteste Buch, bei fast allen späteren in der Anteil an Reflexion viel höher. Das macht die Lektüre leicht. Ist auch sehr unterhaltsam, wobei einem beim Wiederlesen namentlich die so gerühmten Leitmotive tendenziell am ehesten auf die Nerven gehen. Das beste an der Geschichte ist noch immer die Figur des Thomas Buddenbrook. Und wenn man sich selbst dem Alter nähert, indem er "fertig" war, erhöht sich das Interesse noch.


Wann kommen die Buddenbrooks das nächste Mal. Wahrscheinlich erst Mal in Form von dem anstehenden Broleur-Film. Bin gespannt.

Saturday, October 20, 2007

Esterhazy 1

"Einführung in die schöne Literatur" - ein Buch, das ich aufgrund seiner "Anmutung" ("The" Book!) unbedingt wollte, auch wenn es ziemlich teuer war. Jetzt habe ich es herausgezogen, weil ich ein anderes ebenso aus ähnlichen Gründen begehrte (Das Haus).

Es hängt nichts zusammen. Der Autor hat Erzählfragmente (keine Beobachtungen oder so was, das könnte man ja einordnen) aneinander gereiht. Gemeinsame Themen sind: Kriegszustand, Pferde, Versehrtheit, gelegentlicher bitterer Sex. Manchmal gibt es dadaistische Spielereien, Glossen und Grafiken kommentieren oder assozieren andere Erzählfragmente. (Strukturbeschreibung).

Vielleicht nimmt man es als einen Spaziergang durch ein unbekanntes Erzählland. Da hilft nur beobachten.

(tbc)

Eomtional Kreativität

Um mal wieder etwas anderes zu lesen. Interessante Beispiele, z.B. der Kletterer, der nicht still stehen darf und sich für einen weg entscheiden muss. Wichtiges Bild für den Schriftsteller, der Angesichts des Reiches des Potenziellen erstarren mag.

Updike - Biografie von V. Hage

Für den Anfang recht gut. Das "Problem" bei den wirklich ganz guten Autoren: Ihr Werk überragt das Leben turmhoch, so dass die Biografien gar nicht mehr so spannend. Und macht man dann eher eine Werkschau, wie hier, dann ist es immer ein bißchen wie ein zu schneller, hastiger Gang durch eine Galerie, oder bei Updike vielleicht eher eine Messe, bei dem man sich ständig vornimmt, hier noch mal herzukommen, um dieses oder jenes mit mehr Muse zu betrachten. Aber für den Überblick sind diese Bücher auch wieder notwendig. Man vergisst schlicht, welche Updike-Bücher man noch gar nicht kennt.

Isler - Der lebende Beweis

Ganz nett, aber nicht unbedingt begeisternd. Habe wohl langsam diese Gelehrtenromane langsam über und sollte mal wieder zu Handfestem greifen.

Monday, October 15, 2007

Isler

Beweis irgendwas. Ganz nette Campus-Lektüre. Nichts besonderes. Bis jetzt.

(Es wartet: Das Haus)

Thursday, October 04, 2007

Meaulnes, der große

Ein Abenteuerroman im weitesten Sinne. Meaulnes, der starke Held, ernst und ungeschickt, zu jeder Tat bereit, sich selber aber nicht kennend. Ein Spielball des Geschicks, wie man sagt. Am Ende bleibt ihm nicht viel mehr als nichts. Ebenso wie dem Erzähler, der vielleicht die ergreifenste Figur ist, Beobachter und Randsteher, denoch mutig, aber alles bescheidener, als beim anderen. Die langen Pausen und Schweigsamkeiten in einer Märchenlandschaft.

Monday, October 01, 2007

die stunde

sehr schönes buch. interessante anlage. ein frauen- und homosexuellen-triptichon rund um den suizid.