Hauptwerk der Anti-Kriegsliteratur. Anlage des Romans unglaublich intelligent. Auch der Erzähler sehr sympathisch, die Liebesgeschichte anrührend. Die Absurdität vom vom ersten Satz an frappierend. Die Idee der Zeit-Versetzung, die das gesamte Geschehen immer wieder relativiert, brillant. Dachte noch an ein alternatives Ende, bei dem die Geliebte plötzlich als Feindin auftaucht, weil sich herausstellt, dass die Menschheit ohne es zu wissen gegen sich selbst Krieg geführt hat.
Ein Blog über das Stöbern im Grenzland zwischen U und E. Ausflüge ins Landesinnere inklusive.
Saturday, April 21, 2018
Hans Pleschinski - Königsallee
Herrliches Schwelgen in Th. Mann-Kosmos, wunderbares literarisches Spiel, jeder Satz durchdrungen mit Bezügen, die in der Tiefe wurzeln, die unten liegt. Unten, im gewaltigen Kulturgewölbe, auf dem wir heute herumwirschteln, mit Pegida, Afd, Groko, Trump, neue Rechte, neuem Caesarismus etc. Ein Buch, an dem man sich debattenmäßig neu ausrichten kann, an dem man auch so etwas wie einen gesunden Heimatbegriff abschleifen könnte.
Labels:
Gegenwartsliteratur,
historischer Roman,
Thomas Mann
Wednesday, April 11, 2018
Per Petterson - Pferde stehen
Thursday, April 05, 2018
Dean Koontz - Die Anbetung
„Ich sehe tote Menschen“ - das Thema aus Sixth Sense hier durchgespielt. Odd Thomas als Heilsbringer und Außenseiter. Scheinbare bzw. sentimentale Naivität des Erzählers, der aber so viel mehr sieht, als die anderen Figuren (und der Leser).
Ende, absehbar, analog zu Sixth Sense, trotzdem anrührend.
Stil: Locker, Chandler‘esk, im Vergleich zu King sehr viel leichter, tänzerischer.
Figuren: Viele. Nur gute. Motive und Hintergründe der Bösewichter bleiben verborgen, was einer der wenigen Mängel ist.
Deutscher Titel, deutsches Cover scheinen nichts mit dem Buch zu tun zu haben. Eine Anbetung kommt nicht vor (Odd Thomas seine Stormy?). Eine Gottesanbeterin gibt es auch nicht, nur eine Tarantel. Nicht nachvollziehbar.
Will jedenfalls weitere Bücher der Reihe lesen.
Ende, absehbar, analog zu Sixth Sense, trotzdem anrührend.
Stil: Locker, Chandler‘esk, im Vergleich zu King sehr viel leichter, tänzerischer.
Figuren: Viele. Nur gute. Motive und Hintergründe der Bösewichter bleiben verborgen, was einer der wenigen Mängel ist.
Deutscher Titel, deutsches Cover scheinen nichts mit dem Buch zu tun zu haben. Eine Anbetung kommt nicht vor (Odd Thomas seine Stormy?). Eine Gottesanbeterin gibt es auch nicht, nur eine Tarantel. Nicht nachvollziehbar.
Will jedenfalls weitere Bücher der Reihe lesen.
Thursday, March 29, 2018
Henrich Steinfest – Der Allesforscher
Ein Manager in Taiwan erlebt skurrile Dinge, wird von einem explodierenden Pottwal verletzt, verliebt sich in eine Hirnchirurgin und überlebt als einziger einen Flugzeugabsturz über dem chinesischen Meer. Zurück in der Heimat sattelt er um auf Bademeister, adoptiert das Kind der mittlerweile verstorbenen Hirnchirurgin und arbeitet schließlich in Tirol sämtliche offenen Enden der Erzählung auf.
Thursday, March 22, 2018
Georg Klein - Roman unserer Kindheit
Sprachliche Erkundungsfahrt in die Kindheit, seltsam, knorrig, manchmal berührend, hin und wieder öde, wenn man den schwierigen Flow dieses Buches verpasst.
Val McDermid - Ein Ort für die Ewigkeit
Dan Simmons - Hyperion
Reiches Epos, eine Art Science Fiction-Palimpsest der Hochliteratur mit saftigen Crash-Einsprengseln.
Tad Williams - Der Drachenbeinthron. Das Geheimnis der großen Schwerter
Sunday, February 18, 2018
Thursday, February 01, 2018
China Miéville - Das Gleismeer
Wunderbarer Roman über eine Gleis-Meer-Inversion. Eisenbahndoktor-Famulus auf Abenteurfahrt bis ans Ende der Welt. An Melville und Pynchen erinnernd. Parodie und Ironie, stilistisch stark. Bittere Pointe.
Labels:
Englische Literatur,
Fantasy,
Moby Dick,
Phantastik
Sunday, January 28, 2018
Christoph Buchwald, Ulrike Almut Sandig - Jahrbuch der Lyrik
Lew Tolstoi - Krieg und Frieden
Neil Gaiman - Niemalsland
Wunderbarer Roman eines hoffmannesken Buchhalters auf Abenteuern in einem steampunkigen Parallel-London. Klarheit des Stils wie Rowling.
Saturday, January 13, 2018
Jess Kidd - Der Freund der Toten
Schöner Mystery-Roman über eine irische Kleinstadt mit einem Helden, der die Toten sehen kann. Schrullige Gestalten, die Kleinstadt als melting pot. Am Ende treten sich die vielen Fihuren etwas auf die Füße. Wie immer bei guten Kriminalromanen ist die Auflösung Nebensache.
Friday, January 05, 2018
Nnedi Okorafor - Wer fürchtet denTod
Starker Roman über einen fantastischen Sudan. Eine junge Zauberin macht sich mit einigen Gefährten auf die Reise, um den fernen Unterdrücker und Anstifter zum Völkermord zu besiegen. Zeitgenössische Themen fließen ein: Genozid, Versklavung, religiöse Konflikte, Unterdrückung der Frauen etc. Etwas zu häufig und scheinbar willkürlich die verschiedenen Verwandlungen der Heldin, die aber herrlich widerborstig ist.
Wednesday, December 27, 2017
Monday, December 25, 2017
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