Thursday, May 17, 2007

Highsmith

Las Tiefe Wasser. Sie ist eigentlich immer gut. Man liest sie zu selten. Das Dostojewski-mäßige in ihren Geschichten.

Dante Club

Einer von diesen literarischen Krimis, wie man sie liebt. Intelligent und amüsant und ganz nebenbei sehr bildsam. Lerne so etwas über die Firesite-Poeten kennen. Und dieses Gedicht von Longfellow:

Footsteps of Angels

When the hours of Day are numbered,
And the voices of the Night
Wake the better soul, that slumbered,
To a holy, calm delight;

Ere the evening lamps are lighted,
And, like phantoms grim and tall,
Shadows from the fitful firelight
Dance upon the parlor wall;

Then the forms of the departed
Enter at the open door;
The beloved, the true-hearted,
Come to visit me once more;

He, the young and strong, who cherished
Noble longings for the strife,
By the roadside fell and perished,
Weary with the march of life!

They, the holy ones and weakly,
Who the cross of suffering bore,
Folded their pale hands so meekly,
Spake with us on earth no more!

And with them the Being Beauteous,
Who unto my youth was given,
More than all things else to love me,
And is now a saint in heaven.

With a slow and noiseless footstep
Comes that messenger divine,
Takes the vacant chair beside me,
Lays her gentle hand in mine.

And she sits and gazes at me
With those deep and tender eyes,
Like the stars, so still and saint-like,
Looking downward from the skies.

Uttered not, yet comprehended,
Is the spirit's voiceless prayer,
Soft rebukes, in blessings ended,
Breathing from her lips of air.

Oh, though oft depressed and lonely,
All my fears are laid aside,
If I but remember only
Such as these have lived and died!

Monday, April 30, 2007

Greenblatt

Schöne Spekulationen, interessant erzählt. Aber wie immer bei Will: So viele "Könntes", "Vielleichts", "Hättes". Las den Anfang noch sehrt genau, dann habe ich es ein Paar Monate schleifen lassen und war am Schluss wieder gepackt, vor allem, als es um die tiefen - wenn auch wiederum sehr spekulativen - biografischen Spekulationen zu Hamlet, Lear und Macbeth ging.

Thursday, April 12, 2007

Krüger - Turiner Komödie

Nett - aber irgendwie weiß man nicht recht, wohin das ganze will bzw. wollte. Er hat das Vermächtnis seines ach so tollen Schriftstellerfreundes versehntlich vernichtet. Ist er ein Trottel oder der Schriftsstellerfreund, der sein letztes Werk unter diesem Brimborium in die Welt lassen will? Man ist geneigt letzterer, dieser Pseudotierfreund, der auf seinem Hausdach keine Arche, sondern ein Kreaturengulag hält.

Sunday, April 08, 2007

Aspern (Henry James I)




Obwohl mich das Porträt schon etwas gelangweilt hat, bin ich immer wieder neugierig auf Henry James. Das liegt natürlich daran, dass einem die englischen Autoren dauernd den Mund wässrig machen.




Ist es aber ein Autor, für den Sympathie und Begeisterung als Person größer sind als sein Werk? Vielleicht lese ich es aber auch nicht richtig. Aspern kam mir jedenfalls viel zu lang vor, was an Redundanzen und überflüssigen Erklärungen lag. Außerdem ist da ziemlich viel sprachlich Konventionelles, unoriginäres enthalten.


HAbe mir die Erzählungen gekauft. Mal sehen, was da passiert.

Friday, March 30, 2007

Stamm, in fremden Gärten

Gute Geschichten. Kunst der schmucklosen Darstellung.

Don Juan

Handke, lese sehr viel von ihm zur Zeit. Mag es, wieviel Bedeutung er der Literatur einräumt. Einer, der alles in Frage stellt, wie kein anderer. Er sieht die Welt wirklich neu.

gelesen/lesend

das braune mädchen
die mappe meines urgroßvaters
autor, autor
mutmaßungen über jakob (abgebrochen)
am felsfenster morgens

Wednesday, March 14, 2007

das braune mädchen

eine einfache geschichte, sehr schön. aus dem stifter-umfeld, da das motiv wohl was mit sifter zu tun hat bzw. auf eine erzählung anspielt. versuch einer abseitigen, idyllischen lebensform mit einem naturkind. scheitert, sobald sie mit den gesellschaftsintegrierten in berührung gerät, wie erwartet. noch 20 seiten. glaube es geht nicht gut aus. (wäre doch auch mal was? ich meine so ein: lebten glücklich bis ans ende. leistet sich keiner mehr.)

Sunday, March 04, 2007

schönheitslinie - lese jetzt stifter

Fertig. War ok. Nicht der Bringer, aber dann doch wieder recht schön.
Dafür jetzt Die Mappe Urgroßvaters in schöner Ausgabe ergattert und angefangen.

Thursday, February 22, 2007

Vieles

Die Schönheitslinie
Faustus (Meyer)
Marlowe
Volksbuch
Entstehung des
Das neue Leben (Pahmuk)
Gedichte von CF Meyer

"Gestern saß er am Marktplatz, als ihn ein Frühlingskäfer heftig gegen die Stirn flog und ihn fast von der Kante der Bank stieß.
Viel hatte er der Welt nicht entgegenzusetzen."

Friday, February 09, 2007

Tisch


Ich glaube, wenn es ein Buch über Tische gebe, ich würde stundenlang darin lesen oder besser noch: Bilder betrachten.

Wednesday, February 07, 2007

Dirac

Gestern Abend mit straker Tasse Tee und die neue Bloc Party, SPARTA und Killers im MP3-Player lange gelesen. Dabei gelacht, gestaunt und Tränen in den Augen gehabt. So schön klar und pointiert. Bei manchen Szenen gedacht: Schau an, das bist du ja selbst oder du warst es einmal. Die Ferienlagersachen, das romantische Kokettieren mit dem Kommunismus, die Russlandsehnsucht. (Ich weiß noch, wie wir uns unterhielten, Schlotter, Maune und ich, darin übereinstimmend, dass wir lieber nach Russland gingen, als in die USA. Irgendwann in den 80er Jahren. Cold War Kids. )

Dath - mehr, bitte, mehr.

Wednesday, January 31, 2007

Vorgeschichte


Die Silmarillion sind der GRund dafür, dass "Herr der Ringe" so ungeheuer kompakt und dicht vor uns steht. Die Silmarillion bestätigen, dass es diesen erahnten Resonanzkörper tatsächlich gibt. Was geschieht, hat seine Ursprünge tief in der Zeit. Es sind simple Dinge: Durst nach Macht lässt immer wieder das Gleichgewicht der Welt kippen, durch Kriege wird die verlorene Harmonie widerhergestellt. Doch immer bleibt ein Rest übel, der wächst und wieder niedergerungen werden muss usw. usf.

Das besondere liegt tatsächlich daran, dass es es ganz und gar archaisch anmutender Mythos ist, verfasst von einem Autoren, der in Mtten der Moderne lebt.

Aber das wurde alles schon gesagt. Es ist ja auch so, dass man zu dieser Art Basisgeschichten nicht viel sagen kann. Sie sind einfach da.

Wednesday, January 17, 2007

England


So viele Geschichten und die, die sie aufschreiben. Die Lust an Historie und Mythen.
Tolkien, Scott.
Shakespeare,
Byron, Shelley, Keats.

Die grünen Hügel.
London. Chestertin, Ackroyd. Kingley Amis und Martin und dessen Hauptsachen. Eitel Freude allüberall.

Thursday, January 04, 2007

regennächte


die dunkle gesellschaft von loschütz. hatte mir ehrlich gesagt mehr erwartet. manchmal scheinen bücher ein geheimnis zu bergen, aber sie schaffen es nicht, den leser der mühe zu überheben, sie lüften zu wollen. dabei wollte ich es unbedingt lesen, ab dem augenblick, als ich es zum ersten mal in der buchhandlung gesehen habe. es hielt nicht.

Alles was du brauchst - Ende


eines von diesen büchern, von denen man wünscht, dass sie einen begleiten. im gedächtnis bleibt: der einbruch und die rettung sophies, der hund, dieser mann, die amtosphäre. schreiben bedeutet, eine anderes leben wählen.

Wednesday, December 06, 2006

Alles was du brauchst


Seit Weihnachten vor zwei (oder drei) Jahren im Regal. Jetzt herausgeholt und angefangen. Schwerblütige Vater-Tochter-Geschichte. Über 500 Seiten. Arbeit.

Thursday, November 30, 2006

Kameramörder


Dass mich das Ende dann doch tatsächlich überrascht hat. Klar, man sucht nach dem Mörder, die Hinweise, dass er uns sehr nah sein muss, sind nicht zu übersehen, aber so nah? Vielleicht bin auch einfach nur auf dem Schlauch gestanden.

Das ganze auch als Stilexperiment interessant. Passt in die aktuelle "Authentizitätsdebatte". Wenn es denn gerade eine solche gibt. Aber die Frage ist für die Literatur kein TRendthema, sondern essentiell.

Galvinic versucht das mit der Simulation einer echten Protokollsprache eines Nichtschreibers mit allen schiefen Metaphern und falschen Vergleichen und Abstraktionen. Das hält man normalerweise nicht lange aus - und Gott sei Dank hat das Buch nur 150 Seiten - aber es gelingt. Ist alles sehr anschaulich.

Dennoch vermisst man das: Die Musik, das Poetische. Klingt veraltet, ist aber so.

Friday, November 10, 2006

Will in der Welt

Und ich las in diesem Herbst viel über die Shakespeare'sche Zeit. Erfuhr manches über katholische Köpfe auf Brückenpfeilern, Bärenhatz, Marlows Studien und die Energie seiner Helden.

Will, damals.